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    Eine ganz einfach Sache …

    … hat Frere Roger (Taize) immer gesagt und heute denke ich genauso. Seit vielen Jahren bin ich nun als Christ unterwegs. Ich habe viel Kirchen und Gemeinden auf meinem Weg kennengelernt. Ich habe Menschen getroffen, die angstvoll ihren Glauben leben und mit großer Mühe versuchen, alles richtig zu machen. Ich habe Menschen getroffen die aus dem Glauben eine reine Gefühlssachen machen und sich in der Kirche regelmäßig ihre Dosis „Religiöses Gefühl“ abholen wollen. Ich habe Menschen getroffen, die versucht haben, den Glauben zu verstehen, die ihn durchdringen wollen, ( was ich verstehe, besitze ich). Es gibt natürlich auch diese Menschen, für die eine Kirchenmitgliedschaft nur eine weitere Anstecknadel auf dem…

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    So wenig und so viel.

    Fast 40 Grad. Da ich nur bis 13:00 Uhr arbeiten muss, ist die Entscheidung klar. Ab ins Freibad. Herrlich das kühle Nass. Da häng ich am Beckenrand und schau mir die Szenerie an. Es ist ein altes Freibad, dass die Stadt aufgeben wollte. Ein Verein hat es übernommen und hat nur Geld für das nötigste. Eine kleine Bude mit Pommes, Eis und Getränke, ein Schwimmbecken mit sauberem klaren Wasser und eine Liegewiese. Die Umkleide ist wie alles irgendwie aus den Siebzigern. Alles ganz einfach, aber es reicht. Da schau ich mir die Menschen an. Die Kinder Quicken vor Vergnügen und die Erwachsen schauen entspannt und zufrieden in die Welt. Klar,…

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    Ein innerer Konflikt.

    Jetzt in diesen Tagen ist es wieder Thema: Wie stehen wir als Christen zu Waffen und Waffenlieferungen. Gerade für uns Christen sind das komplizierte Gedanken. Auf jeden Fall bin ich hier sozusagen für die Aufhebung des Fraktionszwanges, also es geht hier um Gewissensentscheidungen und wir sollten jede gut abgewogene Entscheidung akzeptieren, auch wenn sie nicht der unseren entspricht. Im Folgenden möchte ich meine Gedanke zu dem Thema Ukraine und Waffenlieferungen vortragen. Das Ziel ist für mich klar. Dieser nicht provozierte Angriffskrieg muss enden. Das Ermorden von Zivilisten und Wehrlosen macht mich wütend. Wut kann aber für mich keine Entscheidungsgrundlage sein, also will ich es mal sachlich versuchen. Also noch einmal,…

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    Zwei Welten. (In der Osterzeit 2022 geschrieben.)

    Da treffen wohl zwei Welten aufeinander. Dieser schreckliche Krieg in der Ukraine und die Osterzeit. Da versucht sich ein Despot ein Reich zu bauen. Wie ein König in einem Reich, in dem nur er das sagen hat. Jeder der eine andere Meinung äußert, wird bedroht, eingesperrt oder vergiftet. Sein Reich soll wieder in seinen alten Grenzen erscheinen und jetzt ist eben erst mal die Ukraine dran. Die Ukraine selbst interessiert in dabei wohl gar nicht, denn sie existiert in seiner Welt nicht. Er nennt dieses Land „Klein Russland“. In seiner Vorstellung gibt es keine ukrainische Sprache und Kultur. Bis hin zu diesem „Z“ Symbol kommt mir das alles irgendwie bekannt…

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    Chancenlos?

    Immer mal wieder habe ich mir die Frage gestellt, ob Judas überhaupt eine Chance hatte. War er nicht dazu vorgesehen, der Verräter zu sein, um dann am Ende als Verlierer da zu stehen. Judas sah für sich keinen Ausweg mehr und erhängte sich (Matthäus 27). Sein Leben mündete nicht im Licht Gottes, … er ging in die Nacht.  Es ist ja nicht der einzige Verrat, von dem wir lesen. Da gibt es noch einen Verräter, es ist Petrus. Verleugnung ist im Grunde ja auch nichts anderes als Verrat. Irgendwie gehen beide aber unterschiedlich damit um. Es gibt einen Punkt, an dem beide ihre Tat bereuen. Judas wirft das Geld den…

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    An der falschen Front.

    An welcher Front arbeite ich mich ab? Wie leben in einer Zeit der Widersprüche, der Missverständnisse und manchmal auch des nicht verstehen Wollens. Die Sicherheit der eigenen Verständnisblase gibt man nur ungern auf. Es ist eine Zeit der Verunsicherung und, sind wir mal ehrlich, auch der Angst. Ich meine damit nicht nur Corona. Ich habe manchmal den Eindruck, als Verwalten wir den eigenen Untergang, ohne für Lösungen offen zu sein. Schimpfen und Dagegensein ist erlaubt, aber bitte nur nicht konstruktiv werden. Die Fesseln, die wir uns selbst an legen, wollen wir kritisieren, aber sie dürfen nicht entfernt werden. Wenn ein anderer einen schlauen Gedanken hat, sind das halt Fake-News, ganz…

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    Üben, üben, üben …

    Ein neuer Song ist fertig. Jetzt an die Aufnahme gehen. Wenn es denn so einfach wär. Ständig verspiele ich mich. Immer wieder ein neuer Patzer. Nein, so kann das nicht bleiben. Alles wieder von vorne.  Irgendwann wächst in mir die Erkenntnis, das ich den Song nicht richtig spielen kann. Ich muss ihn erst üben. Ich muss meinen eigenen Song üben. Im Kopf weiß ich wie es klingen soll, aber die Hände wissen es noch nicht. So ist das oft bei mir. Im Kopf verstehe ich etwas, aber in der Praxis hapert es. Beim genaueren Betrachten kommt mir der Eindruck, das mein ganzes Leben, hier und dort Patzer aufweist. Da gibt…

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    Harmonie

    Aufgrund eines fehlenden Updates für mein Audio-Interface kann ich im Moment keine Aufnahmen machen und so schreibe ich Lieder und denke über Musik nach. Ich denke auch darüber nach, was wir Menschen füreinander sind, wie wichtig soziale Kontakte sind und wie oft wirklich gute und aufrichtigeKontakte fehlen. Wir Menschen können nicht als Inseln leben. Wir brauchen Menschen, in denen wir uns Spiegeln können, in denen wir erkennen wer und wie wir sind. Im besten Fall entsteht ein sozialer Klang, eine Harmonie, in der es auch mal laut werden darf. Wenn ich mir Noten an schaue, sehe ich zwei Richtungen, eine Horizontale und eine Vertikale. Die Horizontale sagt mir, wie lange…

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    Advent, Advent…

    Es ist mal wieder soweit. Weihnachten rückt näher. Corona hin oder her, Weihnachten kommt. Die Menschen dürfen sich treffen, ein Weihnachtsessen vertilgen, eine gute Zeit zusammen haben und sich diversen Gefühlen hingeben. Jeder so, wie er mag. Ein paar Kalorien reicher, geht man dann wieder in seinen Corona-Alltag. Wie jedes Jahr beschleicht mich der Gedanke, dass da was falsch läuft. Da fehlt was. Ach ja, das Geburtstagskind fehlt. Weihnachten ist ja ein Geburtstagsfest. Allerdings bekommt das Geburtstagskind nichts geschenkt. Genau genommen ist der sogar unerwünscht. Er stört. Mit ihm wird es immer so anstrengend. Der will immer reden. Lasst uns lieber noch einen lecker Wein auf machen. Gibts noch Klöße? Es…

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    Dünnes Eis

    Ist mein Glaube alltagstauglich? Hat mein Glaube etwas zu sagen, auch wenn mein Leben aus den Fugen gerät? Als ich ein junger Christ war, war mein Glaube einfach. Halte dich an Christus, dann wird alles gut. Mein Denken war zweifarbig. Auch ich habe diese Sätze gehört und mir zu eigen gemacht: „Du musst mehr beten“, oder „Dein Glaube ist zu schwach“. Diese Sätze werden gerne in Lebenskrisen hinein gesprochen und sie sind so schön einfach.  Eigentlich sind diese Sätze aber unterlassene Hilfeleistung. Dahinter steckt eine banale Spiritualität, die nur funktioniert, wenn alles rund läuft, aber dass Leben spielt da oft nicht mit. Es kommen Krankheiten, Unfälle, finanzielle Nöte, Süchte aller…