The Clothed Man

Das hab ich im Nachspann eines Filmes gelesen, ein Name und dann „The Clothed Man“. Eine Nebenrolle, vielleicht ist er nur mal durch das Bild gelaufen. Kein Name, den man sich merkt. Die Hauptdarsteller merkt man sich. Es war eine Folge von „The Rookie“.

Man merkt sich die Hauptdarsteller, weil man zu ihnen eine Beziehung auf bauen kann. Sie haben viel Text, stellen etwas dar. Die Figuren haben eine Gefühlswelt. Wenn das Drehbuch gut war, erscheinen die Figuren mit Tiefe und nicht nur eindimensional.

Beziehungen zu Menschen lassen sich nur aufbauen, wenn sie Tiefe haben, nicht nur Funktion wie in einer Nebenrolle. Im Film müssen Leute durch das Bild laufen, damit es echt wirkt. Aber die Hauptdarsteller sind die, um die es geht.

Was passiert, wenn wir für andere nur in der Nebenrolle sind?

Wenn wir sozusagen nur durch das Bild laufen, damit es echt wirkt, nur damit sich andere echt fühlen? Wenn wir nur Funktion für andere sind?

Wir werden daran krank, dann ist unsere Lebensbatterie irgendwann leer und unser Licht erlischt.

Wir alle brauchen Menschen, für die wir die Hauptrolle spielen und wir sollten den Mut haben, anderen zu sagen, dass sie für uns die Hauptrolle spielen.

Wir brauchen Menschen, zu denen wir solche Beziehungen auf bauen können. So sind wir gemacht. „Gott dacht: Es ist nicht gut, dass der Mensch so alleine ist. Ich will ein Wesen schaffen, das ihm hilft und das zu ihm passt“ ( 1. Mose 2,18). Haben wir Menschen um uns, die uns guttun, die zu uns passen, die uns ergänzen? Können wir das für andere sein?

Wer möchte schon gerne einfach nur „The Clothed Man“ sein?

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