Die Zehn Gebote – Teil 3

Sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, der mir dem HERRN deinem Gott gehört. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, weder du noch deine Kinder, weder dein Knecht noch deine Magd, auch nicht deine Tiere oder der Fremde, der bei dir lebt. Denn in sechs Tagen habe ich der HERR, den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen und alles, was lebt. Aber am siebten Tag ruhte ich. Darum habe ich den Sabbat gesegnet und für heilig erklärt.

Musste denn Gott sich ausruhen von der schweren Arbeit?

Wohl kaum. Aber so wie in Christus hat er etwas vorgemacht, dem wir nacheifern sollen. Ein schlaues Gebot. Wer nur arbeitet, hat irgendwann keine Kraft mehr, oder neu deutsch, einen Burn Out. Wir müssen arbeiten, um unser irdisches Leben zu erhalten. Um Nahrung und ein Dach über den Kopf zu haben. Allerdings gibt es da noch mehr. Mehr als Besitz und materiellen Wohlstand. Unsere Psyche sucht einen Halt, den wir uns nicht selbst geben können. Wir können ihn auch nicht kaufen. Es geht um einen tieferen Sinn, eine Bedeutung, die wir uns nicht erarbeiten können. Eines ist ja sicher, wir werden sterben und können nichts mit nehmen. Reicht es einfach alles zu leugnen, was jenseits der Beweisbarkeitsgrenze liegt? Ich glaube nicht. Fast alle Menschen haben so eine diffuse Ahnung, dass es da noch mehr geben muss. Manche landen bei der Esoterik, manche glauben an Geister und manche werden suchtkrank, weil sie die Sinnlosigkeit nicht mehr ertragen.

Da hinein spricht dieses Gebot. Nimm dir einen Tag in der Woche Zeit, um über Gott nach zu denken, oder für Anfänger: darüber nach zu denken, ob es diesen Gott gibt. Beschäftige dich einen Tag in der Woche mit wirklich Wichtigem. Ohne Leistungsdruck. Nimm es als Feier. Tanke auf und erhole dich. Das Wissen um die Gegenwart Gottes lässt die Sorgen der nächsten Woche dann garnicht mehr so groß erscheinen. Dieser Tag gehört Gott, der Gedanken des Heils für dich hat.

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