Die Zehn Gebote – Teil 2

Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen, denn ich bin der HERR, dein Gott! Ich lasse keinen ungestraft, der das tut!

Wie ist dein Name?

Wie heißt du wirklich?

Man könnte auch sagen, wer bist du wirklich?

Ich lebe nun schon einige Jahrzehnte mit mir, aber ich würde nicht behauptet, dass ich mich wirklich umfänglich kenne. Es gibt immer noch eine Menge Unbekanntes in meiner Seele.

Jeder von uns ist einzigartig und Gott kennt unsere Seele genau.

Er kennt unsere wahren Namen, er weiß, wer wir wirklich sind.

Wenn wir einen Namen aussprechen, sollte uns klar sein, dass jemand darauf reagiert, jemand trägt diesen Namen und fühlt sich angesprochen.

Wenn ich einen Namen aussprechen, spreche ich jemanden an, ich spreche zu jemandem. Mit einem Namen mache ich mir etwas vertraut. Erinnern wir uns an die Schöpfungsgeschichte? Gott wollte, dass wir den Lebewesen dieser Erde Namen geben. Wenn ich mir etwas vertraut mache, übernehme ich auch Verantwortung. Ich nehme mein Gegenüber wahr, ich trete in Beziehung, ich kommuniziere.

Mit wem kommuniziere ich, wenn ich Gott anspreche?

Für viele Menschen heute ist das Christentum nur eine Formalie. Da scheint es nur noch um Ethik und Moral zu gehen.

Dieses Gebot erinnert mich daran, dass es um viel mehr geht. Es geht um die Beziehung zu dem einen lebendigen Gott, der sich von mir ansprechen lässt, der mit mir in Beziehung treten will. 

Das missbräuchliche Benutzen eines Namens schafft Distanz zu meinem Gegenüber und ist beziehungsfeindlich. Es zeugt von Ignoranz, ich will mein Gegenüber nicht wahrnehmen. In letzter Konsequenz ist das lebensfeindlich, denn wir sind nun mal Beziehungswesen.

Wir sollten uns also bewusst sein, dass sich hinter diesem Namen Gott offenbaren will.

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