Perspektivenwechsel

Ärgerlich … Die Kommode ist zwar schon alt, aber gerade jetzt fängt sie an, aus dem Leim zu gehen. Im Moment gibt es andere Dinge, die wichtiger sind, dafür ist jetzt kein Geld da.

Solche Sachen kommen eben immer zur Unzeit.

Zwei Tage habe ich mich geärgert und überlegt, wie ich an eine Neue komme.

Klar, die, die mir gefallen sind zu teuer. Keine Lösung in Sicht.

Dann schoss mir ein anderer Gedanke durch den Kopf.

Die geht doch noch. Klar, hier und da hackt es und die eine Schublade ist jetzt etwas windschief, aber sonst …

Irgendetwas hat meinen Blick geweitet und jetzt habe ich erst mal meinen Frieden damit. Die Kommode muss nicht perfekt sein, sie erfüllt noch ihren Zweck und irgendwann passt es besser.

Das geht mir immer wieder mal so, dass ich ein Problem sehe und nun nach einer Lösung suche. Von der Lösung habe ich eine klare Vorstellung und wenn die nicht klappt, werde ich ärgerlich. 

MEINE Lösung, MEINE Zeitvorstellung.

Tja, nur manchmal spielt das Leben da eben nicht mit.

Perspektivenwechsel ist da angesagt, mal die Sache von einer anderen Seite sehen, Querdenken. 

In meiner Beziehung zu Gott ist das auch oft so. Ich kann nicht verstehen, warum hier und da Gott nicht eingreift.

Vielleicht hat Gott aber eine Lösung im Sinn, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm habe. Vielleicht muss ich bei manchem Problem mal einen Schritt zurückgehen, um ein größeres Bild zu sehen.

Eines scheint mir klar zu sein, eine Lösung ohne den Menschen hat Gott nicht im Sinn. Ich bin immer mit einbezogen und wenn ich meinen Blick ständig auf das Problem richte, sehe ich eben immer nur das, das Problem.

Vielleicht wartet Gott darauf, dass ich nicht mehr das Problem, sondern ihn anschaue?

Vielleicht wär ein Perspektivenwechsel eine gute Idee..

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