„Fake News“ am Karfreitag

An Karfreitag erinnern wir Christen uns an die Kreuzigung Jesu.

Ein Gedanke hat mich beim Lesen dieser Geschichte immer mal wieder beschäftigt: Warum rufen die Menschen, als sie die Möglichkeiten haben für einen der Gefangenen die Freilassung zu erwirken, `kreuzige ihn`?

Was hat die Menschen dazu bewogen, diesem einen, der ihre Kranken geheilt und einen Weg des Friedens vorgelebt hat, den Tod zu wünschen?

Was hatte er ihnen getan?

Ich weiß es nicht wirklich aber ich habe eine Vermutung.

Im Bibeltext lesen wir, dass die Menge aufgestachelt wurde von seinen Feinden. (Markus 15,11)

Moment mal, waren da Fake News im Spiel?

Klar ist doch, dass Jesus einiges durcheinandergebracht hat.

Die Profis in Sachen Glaube und Religion wurden hinterfragt.

Ihre Glaubwürdigkeit infrage gestellt. Jesus hat an ihrem Geschäftsmodell gerüttelt. Religion war (war?) ja auch ein lukratives Geschäft.

Er hatte also Feinde, die um alles in der Welt verhindern wollten, dass sich etwas ändert.

Wenn man jetzt etwas erreichen will, muss man die Massen hinter sich bringen, das war damals so und so ist es auch heute.

So schickten die Menschen ihren eigenen Erlöser ans Kreuz.

Was also hatte Jesus ihnen getan?

Er war nicht systemkonform. Er hat sich nicht angepasst und er war gefährlich, denn er sagte die Wahrheit.

Die Wahrheit kann eine gefährliche Waffe sein. Machthaber fühlen sich von ihr bedroht.

Ein sehr wirksames Mittel gegen die Wahrheit sind Gerüchte und Falschmeldungen. Vor allen Dingen muss man Wahrheit und Lüge vertauschen.

Wie ein Hütchenspieler ruft man: Na, unter welchem Hütchen befindet sich die Wahrheit?

Ob als Pharisäer oder als Staatspräsident, die Hütchenspieler waren schon immer Betrüger, da hat sich nichts geändert, denn alle Hütchen sind leer, da ist nichts.

Wie verführbar sind wir heute?

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