Die Bedeutung der Dinge.

 

Schon lange her …

 

Vor einiger Zeit, habe ich angefangen meine alten analogen Fotos zu digitalisieren. Damit sie erhalten bleiben. Sie sind ja ein Stück meiner Geschichte. Dann, nach einer Weile kam mir das merkwürdig vor. Warum soll ich mir diese Arbeit machen? Ich kann mir doch auch die alten Papierfotos an schauen, wenn ich das will. Für die Nachwelt dachte ich mir, aber für welche Nachwelt? Wenn ich einmal nicht mehr bin, werden diese Fotos auf dem Müll landen, genauso wie wohl das meiste was ich habe, alles was man nicht mehr zu Geld machen kann. Für andere Menschen haben diese Fotos keine Bedeutung, keinen Wert. Der Wert eines solchen Fotos hat das Foto nicht aus sich selbst. Wert hat eigentlich doch nur das, was das Foto darstellt. Wert hat es nur, weil ich ihm diesen gebe, weil es für mich etwas bedeutet. Ein Foto kann sich nicht selbst Wert geben. Das muss von einer höheren Instanz kommen, in diesem Fall von mir. Wie ist das aber mit mir? Warum habe ich Wert? Wir Menschen versuchen auf die unterschiedlichste Art und Weise uns selbst einen Wert zu zu sprechen. Wir sprechen von der Würde des Menschen und das diese unantastbar sei. Sehr viele Menschen auf dieser Welt sehen dass anders und tasten diese Würde an. Manche Menschen denken: Ja schon, aber das betrifft nur die mit dieser oder jener Religion oder Hautfarbe. Der Versuch sich selbst Würde und Wert zu zu sprechen ist in Wahrheit doch grandios gescheitert. Wir bringen uns um, lassen uns gegenseitig verhungern und tun uns alles nur Erdenkliche an. Wie ist es also mit dem Wert des Menschen? Ja, Würde und Wert haben hier etwas gemeinsam. Auf was aber kann ich mich berufen? Ich kann meinen Personalausweis ziehen und sagen schaut her, hiermit belege ich, dass ich zu diesem Land gehöre. Womit aber kann ich meinen Wert belegen?

Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ (Jes 43,1)

Hier wird Israel angesprochen, schon klar, aber ich weiß das Gott auch meinen Namen kennt.

Ich kann das nur wissen, weil Gott sich ansprechen lässt und weil er auf seine, sehr spezielle Art antwortet. Meine Erkentnis, das ich etwas Wert bin, beruht nicht auf einer Intellektuellen Leistung, es wird mir zu gesprochen, geschenkt. Vielleicht sollte ich auch nur ein Foto sein, auf dem ein höherer zu sehen ist. Auf jeden Fall kann ich mir Wert nicht verdienen. Ob ich Arm oder Reich bin, ist völlig unerheblich. Weil mir dieser Gott tatsächlich begegnet und mir die Wärme seiner Nähe schenkt, weiß ich, ich bin ihm etwas Wert, auch wenn die Welt mich eines Tages vergessen wird, aber auch das spielt in Wirklichkeit keine Rolle, denn Gott vergisst nicht.

Es grüßt: Michael Schubert

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.