Alte Wunden bleiben.


Alte Wunden bleiben.

Welche Wunden? So fragt man als junger Mensch. Da hat man keine Zeit, da gilt es zu wachsen und die Welt zu entdecken. Ist ja auch gut so. So soll es sein. Unbemerkt aber schlägt das Leben zu. Vielleicht die erste Liebe die vergeht, vielleicht die fehlende Unterstützung aus dem Elternhaus. Das eigene Versagen wird mit zunehmenden Alter immer bewusster. Was hätte anders laufen können, ja sollen? Irgendwann ist man dann bereit diesen und jenen Hieb des Lebens zu akzeptieren und schlau ist es zu verstehen dass alles zu einem gehört. Das kleine Kind auf dem Arm der Mutter sagte einmal: Warum hast du so viele Schriften im Gesicht? Die kleine Lisa meinte Falten aber sie hat vielleicht ein besseres Wort dafür gefunden. Was macht uns aus? Warum sind wir so, wie wir sind? Wir müssen wohl mit manchem Schmerzhaften leben, denn wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Wir können das Leid unseres Lebens irgendwie integrieren, es uns zu eigen machen aber es bleibt Leid. Wir können es aber auch ans Kreuz tragen. Jesus kennt unser Herz. Am Kreuz finden wir jetzt schon das Verstehen. Ich muss damit nicht alleine bleiben. Eines Tages werden wir Heilung finden, wenn die Fesseln dieses Lebens ab fallen. Dieses Wissen macht mich jetzt schon froh. Kein „Vielleicht“, keine Jenseitsvertröstung.

Ich weiß, ich werde ankommen.

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