Alternative Medizin

Manchmal erscheint es mir, als wäre die Welt kurz vor dem Explodieren.

Manchmal erscheint es mir, als wär die Welt ein Kessel auf dem zu viel Druck lastet.

Die Welt verändert sich und wir alle können es spüren. Der Hass der Welt dringt durch die Medien bis in unsere Wohnzimmer und manchmal auch bis in unsere Herzen. Es scheint mir, als würden die Menschen von etwas gequält und gepeinigt und die gepeinigten werden zu Peinigern.

Da laufen Menschen durch die Straßen und erschlagen und erstechen ihnen völlig fremde Menschen. Da ist es gut das wir eine Schublade haben mit der Aufschrift „Islamismus“ oder „Nazis“. Puh … Gut das wir das geklärt haben. Schnell die Schublade zu. Da werden kleine Kinder missbraucht und da hilft uns schnell die Schublade „Kirche“. Gut das wir das …. Oh Mist, ich bin ja auch Teil der Kirche.

Der Hass und die Gewalt rücken uns auf die Pelle. Man fahre nur mal auf der Autobahn.

In den Städten prügeln sich Menschen um Parkplätze.

Nein, ich kann mich dem nicht entziehen.

Aber wie damit umgehen?

Ich möchte mein Herz und meine Seele nicht vergiften mit dem Gift des Hasses, der sich am Ende ja auch immer gegen einen selbst richtet. Ich selbst verschaffe mir durch Hass ja keinen Vorteil, ich leide.

Was kann ich dagegen setzen? Welche Möglichkeiten habe ich?

Ein gängiger Lösungsansatz ist der Sündenbock.

Bei den braunen Weltzerstörern waren es die Juden, heute sind es oft die Ausländer, die Flüchtlinge und die Juden scheinen auch wieder im Gespräch zu sein. Diese Methode hat einen Vorteil. Ich muss mich mit den Problemen nicht wirklich auseinander setzen, außerdem kann ich ja eh nix ändern, die anderen sind ja schuld.

Der Nachteil ist, es stimmt nicht. Jedes Herz kann Hass aufnehmen, egal wo man herkommt und welche Sprache man spricht. In dem ich der Sündenbock Theorie folge, werde ich selbst Teil davon, denn auch ich fange an zu hassen.

Das eigentliche Problem liegt tiefer.

Wir Menschen, zumindest hier in Europa haben den Teufel nicht mehr auf unserem Bildschirm, das ist uncool, eher was, um Kinder zu erschrecken. Über Gott reden geht gerade noch, klar ist schon auch lächerlich, aber na ja …

Aber ich glaube dass wir uns in einem Krieg befinden, die Erde ist das Schlachtfeld und wir Menschen sind das Gut, das erobert werden soll.

Das gute ist, wir haben da ein Wörtchen mit zu reden. Wir können uns entscheiden, nein, wir müssen uns entscheiden.

„Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich“ (Matth. 12. 30)

Mit Christus zu sein, heißt für mich aus seiner Vergebung heraus zu leben. Jeden Tag neu den Blick auf das Kreuz auszurichten. Es ist immer wieder ein Ringen denn oft geht es schief, wir fallen, gehen falsche Wege. Klar, aber seine Liebe hört nicht auf.

Ich darf entspannt durch den Bombenhagel des Hasses laufen, ich muss mir dieses Gift nicht an tun. Ich darf im anderen Christus sehen. Ein geliebter Mensch. Ich kann entspannt dem anderen den Parkplatz überlassen. Ich muss nicht einstimmen in diesen elenden Chor.

Das kann ich also dagegen setzen, Christus und das Kreuz. Das lässt mein Herz lachen und dann hat der Hass in meinem Herz keine Chance.

Das wünsche ich uns allen, ein Herz, das sich freut, unverkrampft und echt, aus der Kraft Christi.

Und übrigens: Maranatha